Kathrin Röggla

nee, schlafen sei nicht schick, „das kommt nicht so gut an“. wer schlafe, sei auch schlecht beraten, so als berater (lacht), man würde eben viel arbeiten, und man würde ja auch viel nachts arbeiten, „also wenn man um 18 uhr geht, kommt üblicherweise der spruch: ob man sich einen halben tag freigenommen habe?“ das sei ein völlig normaler spruch. ja, er würde fast sagen, es herrsche da so eine art wettbewerb vor, so unter dem motto: wer hält am längsten durch?

aus: “wir schlafen nicht”

geb. 1971 in Salzburg, lebt in Berlin. Ab 1989 Studium der Germanistik und Publizistik in Salzburg, ab 1992 in Berlin. Seit 1989 Mitwirkung bei und Inszenierung von Theaterstücken und Performances, seit 1991 auch Videoperformances. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften sowie im österreichischen und deutschen Rundfunk. Ihr Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Veröffentlichungen: “wir schlafen nicht” (2004), “really ground zero” (2001), “Irres Wetter” (2000).

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