Jun
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Gerd Forster
Juni 27, 2007 | Comments Off
Der alte Frühling
Zuerst, als er merkt, dass es höchste Zeit ist,
findet er sein blaues Band nicht gleich.
Dann beim Versuch, es flattern zu lassen,
verheddert er sich fortwährend in den Schlingen.
Rentner stehen herum mit eingefroren Knien
und blicken ungeduldig in die Luft.
Schallendes Gelächter vorbeirennender Kinder.
Doch alles hat mit all dem nichts zu tun.
aus: “Fliehende Felder”
geb. 1935 in Ludwigshafen, Gymnasiallehrer i.R., Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift “Chaussée”. 1977 Pfalzpreis für Literatur, 1999 erster Writer in Residence am Zentrum für deutsche Studien der Ben-Gurion-Universität in Israel.
Zahlreiche Buchveröffentlichungen, zuletzt: “Fliehende Felder” (Gedichte 2006), “Tod auf der Orgelbank” (Kriminalgeschichten 2004).