Okt
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Andreas Noga
Oktober 1, 2008 | Comments Off
oktober
die touristen sind fort sie flogen
in den süden auf bahnen
die kein kameraauge begleitet
einheimische bleiben
mischen sich in den winter
ein von dem sie nicht wissen
in welcher wolkenlosen nacht
er ihr luftiges lager
wieder mit frost umstellt
am tag schaukeln die blätter sich
noch warm die sonne
ist bescheiden atemlos
ihr milder flügelschwung der schatten
trägt schon jacke distanziert und kühl
schlägt er den kragen hoch
auf der hauswand sitzen fliegen
mit kurzen ärmeln
im mittagslicht
aus: „Bernsteinäugiges Fellchen“
geb. 1968 in Koblenz, lebt seit 1999 in Alsbach (Westerwald). Lyrikredakteur der Zeitschrift „Federwelt“. Freier Mitarbeiter der Lyrikzeitschrift „Faltblatt“. Schreibt Lyrik, Rezensionen, poetologische Essays, Kurzprosa und hält Lesungen. Zahlreiche Veröffentlichungen in Kalendern, Zeitungen, Zeitschriften, Anthologien und im Internet. Mitglied im „Verband deutscher Schriftsteller (VS)“ und im „Bundesverband junger Autorinnen und Autoren (BVjA)“. Drei Einzeltitel: „Hinter den Schläfen“, (Gedichte Itzehoe: edition bauwagen 2000), „Nacht Schicht“ (Gedichte, Sistig / Eifel: Edition YE 2004) und „Bernsteinäugiges Fellchen“ (Alf / Mosel: Rhein-Mosel-Verlag 2007).