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Henriette Clara Herborn
August 20, 2008 | Kommentare deaktiviert
Es hatte alles mit dem Hamster begonnen. Seine Eltern hatten ihm den Hamster zum Geburtstag geschenkt. Jetzt stand Henri vor dem Käfig und starrte auf den kleinen, verdrehten, reglosen Körper am Käfigboden. […] Was ist denn das?, hatte Henris älterer Bruder Ben über den Käfig gebeugt gefragt. Henri hatte versucht, sich zwischen Ben und den Käfig zu schieben. Mein neuer Hamster, hatte er leise gemurmelt. Ben hatte gelacht. Nur Henri angestarrt und gelacht. Und Henri hatte genau gewusst, was dieses Lachen bedeutete. Er gab dem Hamster keinen Namen. Den anderen hatte er auch nur drei Wochen lang gehabt. Dann war er unter mysteriösen Umständen gestorben.
aus: „Henris Welt“
geb.1978 in Mainz, 1997 Abitur, 1997-2000 Reisen inklusive Bürgerkrieg in Uganda, Kongo ohne Visum, 800 km Camino Santiago zu Fuß und durch die Sahara auf einem Dromedar. 2006 Magistra Artium der Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und der Filmwissenschaft an der Johannes Gutenberg Universität, Mainz. 2005 „Zufall- Erzählungen“ (Rhein-Mosel-Verlag), 2007 Förderpreis für Literatur der Stadt Mainz für die Erzählung „Henris Welt“, 2008 „Henris Welt – Erzählungen“ (Brandes & Apsel). Lebt und arbeitet als freie Autorin und Filmprüferin der FSK in Mainz.
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