Irmgard Maria Ostermann

Juli 23, 2008 | Comments Off

aber nachts wölfin

wegen deiner schulterblätter
ist antwort genug
die leichtigkeit einer witterung
an flussläufen durch rebtäler
packt dich das fieber bis früh
die bergspitzen erröten
ziehen sich die grannen hinein
haut saugt sekrete vom schütteren laken
öffnen sich die augen scharfer blick
ein lächeln die zunge gelöst blut geleckt
ein sturm der dich nicht entlässt
nicht aus dem sog
nächte nicht
aus dem sog streunen vor der spur
eines wolfs

aus „die formation fliehender tage“

geb. 1953 in Reil/ Mosel, wohnhaft in Frankfurt/Main. War 20 Jahre als selbstständige Fotokauffrau und Ausbilderin tätig. Schriftstellerische Arbeiten: Lyrik, Prosa, Texte für Jugendliche, Jugendtheaterstücke, Hörspiele u. m. Stipendium des Kinder- und Jugendtheaterzentrums in Deutschland 1997. 3. Preis des Anna-u.-Adam-Launhardt-Gedächtnispreises 1998 (Lyrik).

Veröffentlichungen:
„Rias Verlangen” (Roman Edition Thaleia Neue Prosa 2007), „die formation fliehender tage“ (Gedichte Thaleia-Verlag 2001), „niemand sonst“ (Erzählungen Thaleia-Verlag, 2000), „Herzsprung“ (Theaterstück für Jugendliche, Deutscher Theaterverlag 2000).