Werner Söllner

Sitzkrieg des Dichters

Im April ist der Himmel freundlich
verhangen, das Licht geht
oder bleibt. Auf Raupenketten
kommt die Jahreszeit, Staub kriecht
in die Lungen der Bücher
Kulturtürme
von Babel bis Brecht.
Wie meinen Herr Duden?
Ach so, Sprachlehre, Sprachleere.

aus: »Kopfland. Passagen.«

Werner Söllner, geb. 1951 in Horia (Rumänien). Studierte Physik, Germanistik und Anglistik, arbeitete als Verlagslektor in Bukarest. 1982 Übersiedlung in die Bundesrepublik Deutschland, Arbeit als freischaffender Autor. Seit 2002 leitet er das Hessische Literaturforum im Mousonturm in Frankfurt am Main.

Veröffentlichungen u.a.: »Zweite Natur« (Verlagsantiquariat Mario Brändel 1993), »Der Schlaf des Trommlers« (Ammann 1992), »Kopfland. Passagen.« (Suhrkamp 1988), »Klingstedts romantische Gründe« (Edition Panndorf 1988).

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