waten im verdachtsgelände
breitscheid- ecke twachtmannstraße altes rosa
(genossennelke) mitgliedschaften (der anderen)
übersprungene klassen (der anderen) seemanns
garn nach schulschluss (sportplatz) im abgestandenen
schlosspark (blablabla) lagen die bäume auf bänken
parataktische fehlleistung & hyperaktive schübe
suspektes schweigen am vorabend & abgefummelte
briefmarken (-sammlung) oder samstags am glambecker
see (ufer) gab es auch kein erwecken (aufstehn)
Aus: »im toten winkel des goldenen schnitts«
Marcus Roloff, geboren 1973 in Neubrandenburg, lebt in Frankfurt/M. Germanistikstudium an der HU Berlin. Veröffentlichungen in »Lyrik von Jetzt zwei«, »wespennest«, »Neue Rundschau«, »Jahrbuch der Lyrik 2011«; beteiligt am Übersetzungsprojekt des Lyrikbandes »A Worldly Country« von John Ashbery. Zuletzt erschien der Gedichtband »im toten winkel des goldenen schnitts« (Frankfurt/M. 2010). Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf 2009; zweiter Platz beim »lauter niemand preis für politische lyrik« 2010.
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