Volker Gallé

vornüber hängen die tiermasken am kopf.
mal bären. mal raben.
aus der schulter wächst das horn des stieres.
dann muß ich lachen,
weil es sich ja auswächst aus dem mantel der seele.
und ich da drinnen bin.
aber das auge schaut die landschaften an den flussufern
und lässt nach kurzem innehalten gern auch die tiere los,
um die auen zu bevölkern.
aus meinen hüften steigt die alte bohnenleiter der
schamanen hoch,
auf der ich zum himmel klettern könnte,
wenn ich nicht so ängstlich wäre.
überlassen wir den himmel gott und den sternen.
vielleicht kommt er durch die hintertür,
wenn das auge ruht.

Aus: »flügelschlag des raben«

Volker Gallé, geboren 1955 in Alzey. Germanist, Journalist, Autor, Liedermacher, seit 2004 Kulturkoordinator der Stadt Worms; Vorsitzender der Nibelungenliedgesellschaft Worms, Vorsitzender des Fördervereins in der KZ-Gedenkstätte Osthofen. Zahlreiche Veröffentlichungen, u.a. »rhein.hessen.blues, poetische texte« (Ingelheim 2007), »Flügelschlag des Raben« (Vechta 2010), Kunstreiseführer Rheinhessen (Ingelheim 2010). www.galle-rheinhessen.de

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