Klaus-Dieter Regenbrecht

Diese Diagnose war der Donnerschlag, der sie von den Beinen gehauen hatte. Obwohl eine derartige Verkündigung immer eine Vorgeschichte hat; lange verborgene Veränderungen. Unwohlsein, das Gefühl, da stimmt etwas nicht, bis man sich entschließt, zum Arzt zu gehen, zum Frauenarzt, später zu den Spezialisten; die Untersuchungen, Ultraschall, Abstriche, Gewebeproben, Bescheide und Gespräche. Es könnte das sein und wir müssen das ausschließen, und auch das heißt noch gar nix, blablabla. Wir müssen jetzt. So lange noch. Gar nichts müssen wir jetzt.

Aus »Luhmen & Balder: Minimal-invasive Eingriffe«

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Klaus-Dieter Regenbrecht

Jahrgang 1950, schreibt seit 1974. »Tabu Litu – ein documentum fragmentum in neun Büchern« erschien in den Jahren 1985 – 1999. Zuletzt erschienen die Romane »Im Goldpfad 10« (2013), »Jonas von Dohms zu Brügge« (2014) und die Erzählung »Luhmen & Balder: Minimal-invasive Eingriffe« (2015). 2014 erhielt er den ersten Preis beim »Landschreiber-Literatur-Wettbewerb.«