Archiv der Kategorie: Hannemann Uli

Uli Hannemann

Wer Neukölln sagt, meint eigentlich Rütli-Schule, Hartz IV, Ehrenmorde und Unterschicht. Neukölln gilt vielen als Paradebeispiel gescheiterter Integration, als misslungenes Multikulti-Projekt – oder schlichtweg als ein Ort mit einem unglaublich hohen Aufkommen von Hundekot. […] Trotzdem lebe ich gerne hier und fühle mich wohl – ich könnte nirgendwo anders wohnen (schon allein der billigen Mieten wegen). Und so ist das vorliegende Buch auch eine Art Liebeserklärung an Neukölln geworden, an seinen spröden Charme und den seiner Bewohner. Freilich fällt die Liebeserklärung selbst ein wenig spröde aus; es ist eher ein von Herzen kommendes „Geht das nicht in deinen dämlichen kleinen Schädel: Ich liebe dich doch, du blöde Kuh!“ –  ich habe hier nun mal viel dazugelernt.“

aus: „Neulich in Neukölln“
geb. 1965 in Braunschweig, 1985 zieht er nach Berlin-Neukölln (und dort
seitdem sechsmal um), Lesebühnenautor. Seit 2000 festes Mitglied der
Berliner Lesebühne „LSD – Liebe statt Drogen“ und seit 2004 der Reformbühne Heim & Welt“.  Veröffentlichungen in Anthologien (u.a. in den Jubiläumsausgaben „LSD – Liebe statt Drogen“, „Volle Pulle Leben – 10 Jahre Reformbühne Heim & Welt“),  diversen Printmedien und auf seiner Homepage (www.uli-hannemann.de), die neben Text- und Hörproben auch einige weitere Informationen bereithält. Mit „Hähnchen leider“ (2005) brachte Hannemann seine erste Geschichtensammlung heraus, 2008 folgte „Neulich in Neukölln – Notizen von der Talsohle des Lebens“, die Hannemann auch überregional bekannt machte.

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.