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Monika Rinck

mein streifen für diese woche

ich habe die tage gezählt, es waren sieben. und keiner war gleich.
den schlaf, den süßen plüsch, immer wieder aufgedeckt mit einem leisen:
weißt du nicht. ich lag da wie ein vögelchen, ich sagte ja, ich sagte nein
und dachte mir: grammatik. wir verständigten die völker, die völker
kamen dann auch angehuscht. in die kartause. in das kartenhaus,
unsre schnell stube. zwanzig stühle standen, schnelle stute, rund
um das schwere, dunkle ding. shanti. shanti. um, akkusativ, den tisch.

aus: „zum fernbleiben der umarmung“

geb. 1969 in Zweibrücken, Studium der Religionswissenschaft, Geschichte und Vergleichenden Literaturwissenschaft in Bochum, Berlin und Yale. Lebt als Autorin in Berlin. Veröffentlicht Essays, Prosa und Gedichte in Zeitschriften und Anthologien.

Veröffentlichungen u.a.: „zum fernbleiben der umarmung“ (Gedichte 2007), „Ah, das Love-Ding! Ein Essay“ (2006), „Verzückte Distanzen“ (Gedichte 2004).

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