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	<title>Das Mainzer Kulturtelefon</title>
	<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de</link>
	<description>Nehmen Sie sich ein Ohr!</description>
	<lastBuildDate>Fri, 18 Jun 2010 10:41:02 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Bj&#246;rn H&#246;gsdal</title>
		<description>Ich war sechs, oder sieben Jahre alt, da rutschte mein Großvater in Norwegen auf einem vereisten Gehweg aus und brach sich den altersmorschen Oberschenkel. Das war in den letzten kalten Tagen des Frühjahres und während er im Krankenhaus der Genesung harrte, zog sich die Welt draußen langsam schon wieder das ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/bjoern-hoegsdal/</link>
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		<title>Eckhard Rhode</title>
		<description>erde
rede rohbrand
dem herbstrot
anzu passen fassen
wortwärts eins
auf schlimmste
diesem zu entgegnen
entgegen
das fleisch
roherber hinkend
grober schliff
dann die zensur
zwei
einzufallen durch die grenze
schnitt
den rändern
die buchstaben rahmen

Eckhard Rhode, geb. 1959 in Oldenburg i.O., lebt und arbeitet seit 1980 in Hamburg. Schriftsteller, Schauspieler, Gastronom. Auftritte seit 1981 in Deutschland und Europa; Veröffentlichungen auf CDs, DVDs, in Büchern und ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/eckhard-rhode/</link>
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		<title>Werner S&#246;llner</title>
		<description>Sitzkrieg des Dichters

Im April ist der Himmel freundlich
verhangen, das Licht geht
oder bleibt. Auf Raupenketten
kommt die Jahreszeit, Staub kriecht
in die Lungen der Bücher
Kulturtürme
von Babel bis Brecht.
Wie meinen Herr Duden?
Ach so, Sprachlehre, Sprachleere.

aus: »Kopfland. Passagen.«

Werner Söllner, geb. 1951 in Horia (Rumänien). Studierte Physik, Germanistik und Anglistik, arbeitete als Verlagslektor in Bukarest. 1982 ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/werner-soellner/</link>
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		<title>Christa Kempter</title>
		<description>Hasen gibt’s wie Sand am Meer. Das weiß man. Ob es einen Osterhasen gibt, weiß man nicht. Aber Hannas Hasen gibt es. Eines sonntagsmorgens klopfte er nämlich an ihr Fenster. Zweimal lang, zweimal kurz. Hanna öffnete. Ein ziemlich großer Hase mit einem ziemlich langen und einem ziemlich kurzen Ohr stand ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/christa-kempter-2/</link>
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		<title>Martin B&#252;sser</title>
		<description>Die einzige Farbe, die es in der Siedlung gab, war das abgetönte Graublau der Balkongeländer. Im Herbst passte selbst sie sich fast völlig an den Himmel an, so dass die vierstöckigen Mehrfamilienhäuser und mit ihnen die ganze Siedlung für alle, die nicht wussten, wo ihre Eingangstüre war, beinahe unsichtbar wurde. ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/martin-buesser-2/</link>
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		<title>J&#252;rgen Heimbach</title>
		<description>Statt einer Antwort zog ihn der Kerl zurück in den Flur bis zu Elenas Zimmer, nahm aus seiner Tasche den Generalschlüssel, öffnete die Tür und stieß Anstett in den Raum, der nur von einer Lampe hinter einem Spiegel indirekt und gedämpft beleuchtet wurde, was im Zusammenspiel mit der blassroten Tapete ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/juergen-heimbach-2/</link>
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		<title>Marc-Uwe Kling</title>
		<description>Ding Dong. Es klingelt. Ich gehe zur Tür, öffne und stehe einem Känguru gegenüber. Ich blinzle, kucke hinter mich, schaue die Treppe runter, dann die Treppe rauf. Kucke geradeaus. Das Känguru ist immer noch da. 
»Hallo«, sagt das Känguru. 
Ohne den Kopf zu bewegen, gucke ich noch mal nach links, ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/marc-uwe-kling/</link>
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		<title>Pieke Biermann</title>
		<description>Geld, Gier, Gewalt

Pünktlich um acht Uhr früh schließt Bianca Schmidt den Laden auf. Es ist ein Drogeriemarkt an einer belebten Einkaufsstraße. Jede Menge andere Geschäfte, Laufkundschaft, Auto- und Busverkehr. Um kurz nach acht kommt ein Kunde, kauft etwas, geht wieder. Um viertel nach acht steht sie vorn an der Kasse, ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/pieke-biermann/</link>
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		<title>Thomas von Steinaecker</title>
		<description>Die Verrückten meinen es ernst. Bei jeder Kugel, die dicht neben ihm im Boden einschlägt und Staub aufwirbelt, zieht Colonel Durand hinter dem Dornbusch instinktiv den Kopf ein. Durch den Feldstecher späht er die Mauern der Festung entlang. In Bismarckburg, wo der Stellvertreter des deutschen Bezirksamtmannes, ein Baum von einem ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/thomas-von-steinaecker/</link>
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		<title>Patrick Kruse</title>
		<description>Ein Raum. Mein Zimmer. Und ich: ausgestreckt auf dem Teppich. Boden geworden. Allabendliche Erdung.
Mein Handy vibriert. Es ist mein Mitbewohner. Seit Tagen kommunizieren wir nur noch per SMS oder über Zettel, die wir uns gegenseitig unter der Tür durchstecken. GEH WEG stand auf dem ersten Stück Papier. GEH WEG steht ...</description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/patrick-kruse/</link>
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