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	<title>Das Mainzer Kulturtelefon</title>
	<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de</link>
	<description>Nehmen Sie sich ein Ohr!</description>
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		<title>Ingo Schulze</title>
		<description><![CDATA[In der DDR waren die Buchl&#228;den in den Kleinst&#228;dten und gr&#246;&#223;eren D&#246;rfern die eigentlichen Schatzkisten – je kleiner das Nest, desto besser. Oft gen&#252;gte schon ein Schreibwarenladen, um Auto- oder Fahrradfahrten zu unterbrechen. Sah man im Schaufenster einen bislang ungehobenen Schatz, wartete man auch gern das Ende der Mittagspause ab oder meditierte vor dem Schild [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/ingo-schulze/</link>
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		<title>Marcus Roloff</title>
		<description><![CDATA[waten im verdachtsgel&#228;nde breitscheid- ecke twachtmannstra&#223;e altes rosa (genossennelke) mitgliedschaften (der anderen) &#252;bersprungene klassen (der anderen) seemanns garn nach schulschluss (sportplatz) im abgestandenen schlosspark (blablabla) lagen die b&#228;ume auf b&#228;nken parataktische fehlleistung &#038; hyperaktive sch&#252;be suspektes schweigen am vorabend &#038; abgefummelte briefmarken (-sammlung) oder samstags am glambecker see (ufer) gab es auch kein erwecken (aufstehn) [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/marcus-roloff/</link>
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		<title>Daniel Klaus</title>
		<description><![CDATA[Gr&#252;nfl&#228;chen zwischen den Wohnbl&#246;cken, &#252;bten an den Teppichstangen Klimmz&#252;ge oder perfektionierten uns im Schweinebaumeln, indem wir uns von den Teppichstangen kopf&#252;ber nach unten h&#228;ngen lie&#223;en, solange, bis uns das Blut ins Gesicht floss und die Kniekehlen taub wurden. Wir spielten auf den Klingelanlagen Klavier und lauschten mit angehaltenem Atem den durcheinandersprechenden Stimmen. Wir waren alle [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/daniel-klaus/</link>
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		<title>Airen</title>
		<description><![CDATA[»Das ist exakt das Gleiche wie in der Beratungsfirma im vierzehnten Stock; das Feeling, mal wieder am absolut falschen Platz zu sein, ein platzender Lebensdrang in vier wei&#223;en W&#228;nden, atmend, ohne zu riechen, sitzend, w&#228;hrend man tanzen sollte. Und ich sitze eben weiter hier auf diesem Berg unausgepr&#228;gter Begabungen und wei&#223;, dass ich dieses eine [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/airen/</link>
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		<title>Lydia Hauenschild</title>
		<description><![CDATA[»Drau&#223;en im Dorf l&#228;uteten die Kirchenglocken. Und drinnen im Haus schlug Ernst die Augen auf. »Nanu, wo bin ich denn?«, &#252;berlegte er schl&#228;frig, w&#228;hrend ihn ein Sonnenstrahl an der Nase kitzelte. Ach ja, richtig: Ernst lag in Onkel Ludwigs G&#228;stebett! Ernst spitzte die Ohren. In dem alten Bauernhaus war es mucksm&#228;uschenstill. Also schlief Onkel Ludwig [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/lydia-hauenschild/</link>
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		<title>Julia Trompeter und Xaver R&#246;mer</title>
		<description><![CDATA[»Die Sprechduette sind ein arrangiertes, teils dialogisches, teils polyphones Sprechen, welche der Erfahrung folgen, dass Wahrnehmung h&#228;ufig weder stringent noch eindimensional ›passiert‹, sondern eher aus verschiedenen Eindr&#252;cken w&#228;hlt und ihr Gesamtbild zusammensetzt.« Julia Trompeter, geboren 1980 in Siegburg, lebt in Berlin. Studium der Philosophie und Germanistik in K&#246;ln. Seit 2005 Redakteurin bei www.einseitig.info. Zahlreiche Auftritte [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/julia-trompeter-und-xaver-roemer/</link>
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		<title>Friederike Harig</title>
		<description><![CDATA[»Hauptkommissarin Margarethe Maybach. Ich ermittle in einem Mordfall. Ich muss Sie als Zeugen befragen.« Ihr formeller Kommissarenton lie&#223; Maybach wieder zu ihrer Routine zur&#252;ckkehren. Das gab ihr Sicherheit. »Des kann jeder sache.« »Nehmen Sie Ihr Gewehr runter und ich zeig Ihnen meinen Dienstausweis.« »Isch glaab deer kee Wort.« So geht das doch nicht, dachte die [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/friederike-harig/</link>
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		<title>Josef Haslinger</title>
		<description><![CDATA[Ich bestieg den Zug nach Warschau und w&#228;hlte, um in Ruhe lesen zu k&#246;nnen, ein Abteil, in dem nur ein kleiner, alter Mann am Fenster sa&#223;. Er schien in seine Gedanken versunken zu sein und erschrak ein wenig, als ich die T&#252;r aufschob. Ist hier noch frei? Bitteschen, bitteschen. Ich nahm schr&#228;g gegen&#252;ber, auf der [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2011/josef-haslinger/</link>
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		<title>Manfred Theisen</title>
		<description><![CDATA[Es herrschte das &#252;bliche vorweihnachtliche Chaos bei uns zu Hause: Heimlich wurden Geschenke gepackt und der Baum sollte endlich mal gerade stehen. Ich war damals zehn Jahre alt und schon viel zu cool, um noch ans Christkind zu glauben. Ich dachte, alles durchblickt zu haben, doch dann kam alles anders. Denn in dem Jahr l&#228;utete [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/manfred-theisen/</link>
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		<title>Sigfrid Gauch</title>
		<description><![CDATA[Ungespreizt Genau so machen wir’s hast du gesagt hast es gemacht. Das Ja das die Erinnerung heraufbeschw&#246;rt nichts ausl&#228;sst nichts vergisst. F&#252;r alles Andere war es zu sp&#228;t war es zu fr&#252;h was h&#228;tte uns ein andrer Plan gen&#252;tzt vielleicht der Gang durchs Ried oder zum Grasberg hoch? Du hattest keine andre Chance mehr lacht [...]]]></description>
		<link>http://www.mainzer-kulturtelefon.de/2010/sigfrid-gauch/</link>
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